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Stadtwappen der kreisfreien Stadt Gelsenkirchen

Horst
Stadtteil von Gelsenkirchen

Karte Gelsenkirchen Horst
Höhe 44 m ü. NN
Fläche 6,69 km²
Einwohner 19.729 (31. Dez. 2008)
Bevölkerungsdichte 2949 Einwohner/km²
Eingemeindung 1. Apr. 1928
Postleitzahl 45899
Vorwahl 0209
Gliederung
Stadtbezirk West
Stadtteile

Beckhausen, Horst

Politik
Bezirksbürgermeister Gill, Joachim (SPD)
Quelle: Statistikamt Gelsenkirchen
Satellitenbild

Unbekanntes Parsertag „googlemap“

SchlossHorst01

Der Eingangsflügel von Schloss Horst mit Eckturm (2005)

Horst ist ein Stadtteil von Gelsenkirchen. Er ist vor allem durch Schloss Horst und den Nordsternpark, der teilweise im Stadtteil liegt, bekannt.

Geographie Bearbeiten

Horst liegt im Westen Gelsenkirchens und wird im Norden von dem Stadtteil Beckhausen und nach Osten und Süden von den Stadtteilen Schalke-Nord und Heßler begrenzt. Nach Westen grenzt Horst an die Stadt Essen. Zusammen mit dem Stadtteil Beckhausen bildet Horst den Stadtbezirk Gelsenkirchen-West.

Geschichte Bearbeiten

Die Gegend nördlich der Emscher war bis in das Mittelalter sumpfig. Um 1200 siedelte sich ein vermutlich sächsischer Edelmann auf einer Hofstelle an, erbaute den Vorläufer des heutigen Schlosses Horst und nannte sich fortan „aus Horst im Broiche“. Urkundlich erwähnt wurde das Geschlecht erstmals 1349, die Siedlung selbst wird 1411 als Freiheit erwähnt. Das Wappen der Herren von Horst, drei Pferdebremsen, und Funde im Schlossareal weisen darauf hin, dass der Handel mit Pferden, die im Emscherbruch lebten, die Haupteinnahmequelle waren. Rutger von der Horst kam als Verwalter der Vest Recklinghausen, zu der Horst gehörte, in kölnischen Diensten zu größerem Einfluss und ließ Schloss Horst zur heutigen Renaissanceanlage ausbauen. 1706 ging das Schloss durch Verkauf an die Familie Fürstenberg. Mit dem Rest der Vest Recklinghausen kam Horst 1811 zum Großherzogtum Berg, 1815 fiel es an Preußen.

Die kleine Landgemeinde erlebte mit der Industriellen Revolution einen Aufschwung, 1857 wurde der erste Schacht eines Steinkohlebergwerks abgeteuft. 1891 gelang es den Horstern, aus dem Amt Buer entlassen zu werden und selbst Amt zu werden. 1928 wurde Horst mit Buer und Gelsenkirchen zur Stadt Gelsenkirchen zusammengeschlossen.

Als industrieller Standort litt Horst im Zweiten Weltkrieg erheblich unter Bombardierungen, große Teile des Stadtteils wurden zerstört. Am 9. Februar 1946 brach der Deich der Emscher, die aufgrund Bergsenkungen des Stadtteils inzwischen höher als das Straßenniveau lag, was zu einer Überschwemmung führte, bei der das Wasser teilweise sechs Meter hoch stand.

Mit dem Niedergang der Schwerindustrie geriet auch der Stadtteil in eine Krise. Die Zeche Nordstern wurde 1993 stillgelegt. Nach der Vergabe der Bundesgartenschau 1997 an Gelsenkirchen, für die das Zechengelände in den Nordsternpark umgewandelt wurde, und dem Entschluss der Stadt, das Schloss Horst zu kaufen und zu sanieren, wurde die Krise wieder überwunden.

Sport Bearbeiten

Bekanntester Sportverein des Stadtteils Horst ist der STV Horst-Emscher, der seine Fußballspiele im Fürstenbergstadion ausgetragen hat.

Weblinks Bearbeiten