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Stadtwappen der kreisfreien Stadt Gelsenkirchen

Erle
Stadtteil von Gelsenkirchen

Fläche 7,74 km²
Einwohner 26.719 (31. Dez. 2009)
Bevölkerungsdichte 3453 Einwohner/km²
Postleitzahl 458..
Vorwahl 0209
Gliederung
Stadtbezirk Ost
Stadtteile

Erle, Resse, Resser Mark

Politik
Bezirksbürgermeister Heinz Macziaßek (SPD)
Verkehrsanbindung
S-Bahn S9
Quelle: Statistikamt Gelsenkirchen
Satellitenbild

Unbekanntes Parsertag „googlemap“

Karte Gelsenkirchen Erle

Karte von Gelsenkirchen mit Erle im Zentrum

Erle ist ein Stadtteil von Gelsenkirchen. Erle hat ca. 27.000 Einwohner auf einer Fläche von 7,73 km², dies entspricht einer Bevölkerungsdichte von 3.493 Einwohnern/km².

Geographie Bearbeiten

Einmannbunker

Splitterschutzzelle an einem ehemaligen Bahnübergang

Gelsenkirchen-Erle liegt nördlich des Rhein-Herne-Kanals und der Emscher. Im Osten grenzt es an den Wald Resser Mark. Durch Erle fließen auch mehrere Bäche, so z.B. der Leyther Mühlenbach und der Knabenbach. Erle liegt im Stadtbezirk Ost, genau so wie Resse und Resser Mark.

Der Stadtteil ist ausschließlich von anderen Stadtteilen von Gelsenkirchen umgeben. Im Nordwesten grenzt Erle an Buer, im Nordosten an Resse, im Osten an Resser Mark, im Süden an Bismarck und Schalke-Nord und im Westen an Beckhausen. Im Mittelalter wurden seit 1230 große Teile des südlichen Gelsenkirchen vom wehrhaften, mit Zinnen bewehrten und von einem Wassergraben umgebenen Rittergut Haus Leythe aus bewirtschaftet.

Der Stadtteil gliedert sich in Erle, Berger Feld und Middelich.

Geschichte Bearbeiten

Das heutiges Erle entwickelte sich im Laufe seiner Geschichte aus zwei sehr alten Bauernschaften: Aus Middelich (erstmals 1150 genannt) und aus Erle ( erste Nennung 1220). Beide lagen nebeneinander am Südhang des Buerschen Berges.

Die erste Katasterkarte der Gemeinde Buer aus dem Jahre 1822/23 gibt die Lager im Erler Gebiet zwischen Emscher und dem Buerschen Berg zu Beginn des 19. Jahrh. wieder.

Die Siedlungsschwerpunkte und das Landwirtschaftlich nutzbare Land liegen eindeutig im Norden, weit entfernt vom heutigen Mittelpunkt des Stadtteils.

Es ziehen sich drei Wege von Süd nach Nord:

Der Mittelweg von Bochum nach Buer, ist der Vorgänger der Cranger Straße. Die beiden Parallelwege links und rechts heißen heute Wilhelmstraße/Heistraße und Frankampstraße.

Auch wichtige Querverbindungen sind 1822 bereits eingefahren: Die Darler Heide als Verbindungsweg über Haus Darl und Haus Balken nach Sutum, die Middelicher Straße über das Schievenviertel, die Emil-Zimmermann-Allee als Verbindungsweg am "Erlschen Feld" zur "Chausee nach Horst.

Die Industrielle Revolution (um 1910) durch die Zeche Graf Bismarck, gestaltete den Stadtteil völlig um.

Der heutige Stadtteil Erle hat keine Verwandtschaft mehr mit dem Wohngebiet der alten Bauernschaften.

Zwischen 1918 und 1945 blieben die Veränderungen sehr gering.

Die zweite große Veränderung geschah ab 1950. Eine wahre Bau- und Bevölkerungsexplosion füllte bis dahin verbliebene Freiflächen im Kern und in den Außenbereichen, und es entstand das Berger Feld.

Wirtschaft Bearbeiten

Die wichtigste Einkaufsstraße bildet die Cranger Straße. Im Süden des Stadtteils liegt ein großes Gewerbegebiet. Hier findet man Möbelhäuser, Warenhäuser und große Lebensmittelkonzerne. In der Daimlerstraße liegt der Verkehrshof Ruhrgebiet und der TÜV Gelsenkirchen. An drei Tagen in der Woche findet auch am Erler Marktplatz im Zentrum von Erle ein Wochenmarkt statt.

Verkehr Bearbeiten

Gelsenkirchen-Erle ist mit der Straßenbahnlinie 301 mit den Stadtteilen Zentrum, Schalke, Bismarck, Buer, Beckhausen und Horst verbunden. Die Palette der Busse verbindet den Stadtteil mit der Resser Mark, Resse, Buer, Beckhausen, Schaffrath und dem Hauptbahnhof Wanne-Eickel in der Stadt Herne. Durch Erle verläuft die B 226 die im Süden mit der 227 kreuzt. Im Norden des Stadtteils verläuft die A 2.

Bildung Bearbeiten

In Erle gibt es vier Gemeinschaftsgrundschulen mit Ganztagsbetrieb. Zusätzlich gibt es die Gerhart-Hauptmann-Realschule, die Gesamtschule Berger Feld und die Hauptschule an der Frankampstraße, die auch eine Nebenstelle an der Surkampstraße besitzt. Die Michael-Ende-Schule, eine Schule für Lernbehinderte, befindet sich in Erle-Middelich. Ebenso führt die Stadtbibliothek Gelsenkirchen eine Nebenstelle in Erle. An mehreren Straßen in Erle hält auch die fahrende Bibliothek.

Parks Bearbeiten

In Erle existieren mehrere Parks und Grünanlagen. So z. B. der Bärenpark, der im Westen von Erle-Berger Feld liegt. (Dieser Park heißt auch "Berger Aue" und wird "Entenpark" genannt.) Hier liegt auch der Erler Ententeich. Im Osten des Stadtteils liegen Grünanlagen in der Nähe des Golfplatzes Haus Leythe. Eine Besonderheit bildet der Park „Tunnel Erle“, der über einem Autobahntunnel liegt. Im Norden (nicht mehr zu Gelsenkirchen-Erle gehörend) liegen die Berger Anlagen, mit dem Berger See und dem Schloss Berge.

Freizeit Bearbeiten

In Gelsenkirchen-Erle sind folgende Freizeiteinrichtungen vorhanden:

Kirche Bearbeiten

In Gelsenkirchen-Erle gibt es folgende Kirchen:

Katholisch:

Die drei erstgenannten Kirchen gehören seit 2001 zur Gemeinde St. Barbara, zu der auch die Kirche St. Ida im Stadtteil Resser Mark gehört. Sie hat rund 9500 Gemeindemitglieder und gehört aufgrund der Neustrukturierung des Bistums Essen seit August 2007 zur Pfarrei St. Urbanus.

Die Kirche St. Konrad bildet mit der Mariä-Himmelfahrt-Kirche in Buer die Gemeinde St. Mariä Himmelfahrt, die ebenfalls zur Pfarrei St. Urbanus gehört.

Evangelisch:

Freie Gemeinden:

  • Christliche-Gemeinde-Erle e.V.

Neuapostolisch:

  • Neuapostolische Kirchengemeinde Erle

Zeugen Jehovas:

  • Kongressaal der Zeugen Jehovas Gelsenkirchen

An der Thomaskirche befindet sich der Jugendkeller vom CVJM Erle.

Gesundheits- und Sozialwesen Bearbeiten

An der Cranger Straße liegt das Elisabeth-Krankenhaus, das eine allgemein-medizinische und eine Psychiatriestation beinhaltet. Hier sind ein Krankenhauspark und eine Cafeteria angeschlossen.

Das Erler Ärztehaus an der Kalthofstraße beinhaltet mehrere Praxen, Ärzte verschiedener Fachgebiete. Das Gesundheitszentrum Frankampstraße beherbergt Arztpraxen, eine Apotheke und Räume für Gesundheitsangebote.

In Gelsenkirchen-Erle gibt es drei Pflege- und Seniorenheime, das Senioren- und Pflegeheim der Stadt Gelsenkirchen an der Haunerfeldstraße, das katholische Senioren- und Pflegeheim „St. Josef“ und das Seniorenzentrum der Arbeiterwohlfahrt Gelsenkirchen (kurz: AWO). Weiter besteht ein Behindertenheim und ein Kinderheim. Im Gewerbegebiet an der Emscherstraße sind die Behindertenwerkstätten von St. Georg ansässig.

In Erle bestehen die katholischen Kindergärten St. Konrad, St. Barbara, St. Suitbert und St. Bonifatius, die evangelischen Kindergärten Kinderhaus Breite Straße, Kinderinsel Hedwigplatz, Thomaskindergarten und den Matthäus-Kindergarten sowie die städtischen Kindergärten Ovellackerweg und Forsthauswinkel.

Im Südosten des Stadtteils existiert ein großes Tierheim, dass jährlich mit Veranstaltungen lockt.

Sport Bearbeiten

Neben dem bekannten FC Schalke 04 gibt es in Erle die SpVgg. Erle 19, Erler SV 08 und DJK Eintracht Erle.

Darüber hinaus gibt es die Erler Sportgemeinschaft (ESG), die Judo und einen Lauftreff anbietet.

Des Weiteren hat sich im Jahr 2007 das Budo-Sportcenter Bushido-Ryu in Erle niedergelassen, welches Jiu-Jitsu,Ju-Jutsu, Kick-Boxen sowie Power Workout anbietet. Bushido -Ryu e.V. stellt 4 Landesmeister 2008, und zwei Sportler an den Landeskader NRW ab.

Auch Eishockey gibt es in Erle, den EHC Gelsenkirchen 2000, die Schalker Haie.

Ferner die Tennisgemeinschaft Erle e.V. , den Radsportverein Pfeil- Erle und den Box-Club Gelsenkirchen-Erle 49 e. V.

Veranstaltungen Bearbeiten

In Erle fand 2006 der 4. National Walkingday statt.

Sowie stehen jährlich das Erler Stadtfest und das Erler Kartoffelfest auf der Programmtafel.

Das Erler Bürgerfest bzw. Erler Stadtfest wird zweitägig auf dem Erler Marktplatz gefeiert. Lange Ladenöffnungszeiten und ein verkaufsoffener Sonntag gehören dazu.

Weblinks Bearbeiten

GG-Icon Thematisch passendes Forum in den Gelsenkirchener Geschichten
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